Hemmerle Gebrüder

Hemmerle Gebrüder

Gebrüder Hemmerle, (founded 1893)

Hemmerle, Joseph, (1858 – 1933)

Hemmerle, Anton, (1855 – 1925)

Hemmerle, Joseph Anton (1887 – 1937)

Hemmerle Karl Joseph (1893 – 1972)

Hemmerle, Stefan (1946)

Hemmerle, Christian (1980)

Founded in 1893, Hemmerle is a fourth-generation family-run jeweller known for its one-of-a-kind creations characterised by innovative material combinations and a dedication to craftsmanship and quality. Each jewel is layered with cultural references and is as original as a work of art. Today, Christian and Yasmin Hemmerle run the business, with the continued support of Stefan and Sylveli Hemmerle.

The Hemmerle family travel the world treasure hunting for intriguing stones and found objects to juxtapose with unusual metals and woods. Vibrant green emeralds are set in textured bronze; deep purple amethysts are framed in violet aluminium; pink hues come together in blush tourmalines, pale opals and rose sapphires set in copper; and repurposed objects range from ancient Egyptian artefacts to 18th-century cameos, from micro-mosaics to curios from Japanese netsuke boxes. With little hierarchy given to materials, Hemmerle applies the same level of craftsmanship to using pebbles and moonstones as to diamonds and rubies.

Christian Hemmerle says:

“Materials are our starting point and drive our creativity. We experiment with the unconventional not just to be different, but to create a setting that enhances the natural beauty of materials through a unique use of colour and texture.”

Renowned for its distinct aesthetic, signature styles include structural pieces with geometric lines, the open-ended Harmony bangle with its seamless closure, necklaces hung with a luxuriant tassel and diamonds set upside down in reverse pavé spikes. Hemmerle blends the vocabulary of sculpture with the functional demands of jewellery design, and the unseen sophisticated engineering gives creations dynamic motion.

Hemmerle’s creative concept was sparked in the 1990s by a client who ‘detested flashy gems’ and wore early 19th-century Berlin iron jewellery. Stefan Hemmerle decided to set a diamond in a ring of iron for her. The combination of a ‘common’ metal with a precious stone was unfamiliar, yet the iron band enhanced the diamond’s beauty and spearheaded a new direction for Hemmerle.

At Hemmerle’s atelier, a converted townhouse in Munich, jewels are handcrafted onsite, bringing multiple crafts from patina development to stone setting under one roof. Forgotten techniques like knitting cut stones in the round over silk have been revived, and new processes are extensively experimented with, like anodising aluminium to create new colours.

Over generations, a philosophy has developed that brings a belief in pushing the boundaries of design to the forefront of thinking and enquiry. Hemmerle sets no limits on the time it takes to create a piece, often dedicating over 500 hours of craftsmanship to a single jewel.

In 2006, Die Neue Sammlung, Munich’s art and design museum, staged Myths: Jewels Today – Seen by Stefan Hemmerle, an exhibition of 145 Hemmerle jewels. Hemmerle’s creations can be found in the permanent collections of the Victoria & Albert Museum, London; The Metropolitan Museum of Art, New York; Cooper Hewitt Smithsonian Design Museum, New York; and Die Neue Sammlung, Munich.

Hemmerle produced the books Delicious Jewels (Prestel) in collaboration with food writer Tamasin Day-Lewis and Nature’s Jewels (MACK) in collaboration with poet Greta Bellamacina.

In 2018, Hemmerle celebrated its 125th anniversary with two special projects: Hidden Treasures and Revived Treasures.

Gebrüder Hemmerle gegründet 1893

Hemmerle, Joseph, 1858 – 1933

Hemmerle, Anton 1855 – 1925

Hemmerle, Joseph Anton 1887 – 1937

Hemmerle Karl Joseph 1893 – 1972

Hemmerle, Stefan 1946

Hemmerle, Christian 1980

Hemmerle wurde 1893 gegründet und ist ein familiengeführtes Juwelierunternehmen in vierter Generation, das für seine einzigartigen Kreationen bekannt ist. Diese zeichnen sich durch innovative Materialkombinationen sowie eine ausgeprägte Hingabe an Handwerkskunst und Qualität aus. Jedes Schmuckstück vereint vielfältige kulturelle Bezüge und ist so individuell wie ein Kunstwerk. Heute wird das Unternehmen von Christian und Yasmin Hemmerle geführt, unterstützt von Stefan und Sylveli Hemmerle.

Die Familie Hemmerle reist um die ganze Welt, um faszinierende Edelsteine und Fundstücke aufzuspüren, die sie mit ungewöhnlichen Metallen und Hölzern kombiniert. Leuchtend grüne Smaragde werden in strukturiertem Bronze gefasst, tiefviolette Amethyste von violettem Aluminium umrahmt. Zarte Rosatöne vereinen sich in rosafarbenen Turmalinen, hellen Opalen und rosafarbenen Saphiren, die in Kupfer gefasst sind. Wiederverwendete Objekte reichen von altägyptischen Artefakten bis hin zu Kameen aus dem 18. Jahrhundert, von Mikromosaiken bis zu Raritäten aus japanischen Netsuke-Schatullen.

Hemmerle misst den verwendeten Materialien kaum eine Hierarchie bei und widmet der Verarbeitung von Kieselsteinen und Mondsteinen dieselbe handwerkliche Sorgfalt wie der von Diamanten und Rubinen. Christian Hemmerle erklärt:

„Materialien bilden unseren Ausgangspunkt und treiben unsere Kreativität an. Wir experimentieren mit dem Unkonventionellen nicht allein, um anders zu sein, sondern um einen Rahmen zu schaffen, der die natürliche Schönheit der Materialien durch einen einzigartigen Einsatz von Farbe und Textur hervorhebt.“

Hemmerle ist für seine unverwechselbare Ästhetik bekannt. Zu den charakteristischen Designs zählen skulpturale Schmuckstücke mit geometrischen Linien, der an beiden Enden offene Harmony-Armreif mit nahtlosem Verschluss, Halsketten mit üppigen Quasten sowie Diamanten, die mit umgekehrter Pavé-Fassung in nach außen gerichteten Spitzen eingesetzt sind. Hemmerle verbindet die Formensprache der Bildhauerei mit den funktionalen Anforderungen des Schmuckdesigns. Die ausgefeilte, unsichtbare Konstruktion verleiht den Kreationen eine dynamische Bewegung.

Das kreative Konzept von Hemmerle nahm in den 1990er-Jahren seinen Anfang, als eine Kundin, die auffällige Edelsteine „verabscheute“ und Schmuck aus Berliner Eisen aus dem frühen 19. Jahrhundert trug, den entscheidenden Impuls gab. Stefan Hemmerle beschloss, für sie einen Diamanten in einen Ring aus Eisen zu fassen. Die Kombination eines „gewöhnlichen“ Metalls mit einem kostbaren Edelstein war damals ungewöhnlich. Doch der Eisenreif brachte die Schönheit des Diamanten besonders zur Geltung und markierte den Beginn einer neuen gestalterischen Richtung für Hemmerle.

Im Atelier von Hemmerle, einem umgebauten Stadthaus in München, werden die Schmuckstücke vor Ort von Hand gefertigt. Dabei vereint das Atelier zahlreiche Handwerkstechniken unter einem Dach – von der Entwicklung von Patina bis zum Fassen der Edelsteine. Vergessene Techniken, wie das Auffädeln rundgeschliffener Steine auf Seide nach Art einer Strickarbeit, wurden wiederbelebt. Gleichzeitig werden neue Verfahren intensiv erprobt, etwa das Eloxieren von Aluminium, um neue Farbnuancen zu erzeugen.

Über Generationen hinweg hat sich eine Philosophie entwickelt, die den Anspruch, die Grenzen des Designs immer wieder neu auszuloten, in den Mittelpunkt des Denkens und Forschens stellt. Hemmerle setzt der für die Fertigung eines Schmuckstücks benötigten Zeit keine Grenzen und widmet einem einzigen Schmuckstück nicht selten mehr als 500 Stunden handwerklicher Arbeit.

Im Jahr 2006 präsentierte Die Neue Sammlung, das Münchner Museum für Kunst und Design, die Ausstellung Myths: Jewels Today – Seen by Stefan Hemmerle, in der 145 Schmuckstücke von Hemmerle gezeigt wurden. Kreationen des Hauses befinden sich in den Dauersammlungen des Victoria and Albert Museum in London, des Metropolitan Museum of Art in New York, des Cooper Hewitt Smithsonian Design Museum in New York sowie der Neuen Sammlung in München.

In Zusammenarbeit mit der Food-Autorin Tamasin Day-Lewis veröffentlichte Hemmerle das Buch Delicious Jewels (Prestel). Gemeinsam mit der Dichterin Greta Bellamacina entstand zudem Nature’s Jewels (MACK).

Im Jahr 2018 feierte Hemmerle sein 125-jähriges Bestehen mit zwei besonderen Projekten: Hidden Treasures und Revived Treasures.